Gutsherrenradtour

Gesamtlänge: 148 km, vollständige Beschilderung mit entsprechendem Logo

Wegebeschaffenheit:
Meist wenig befahrene Landstraßen, straßenbegleitender Radweg, Wald- und Wiesenwege, Surenplatten, Kopfsteinpfasterstraßen,Feldweg

Radwege / Anbindugen: 
MuseumsTour, SeenTour, Uckermärkischer Radrundweg, Radfernweg Berlin-Usedom, Schloss&KirchenTour, Eiszeitroute Mecklenburgische Seenplatte, Spur der Steine, Wallpfad, WindradTour, NaturTour, Schloss&Kirchenour

Sehen & Erleben:
Auf der gesmten Route können Sie Shlösser, Guts- und Herrenhäuser sowie Kirchen entdecken und sich in zahlreichen klaren Badeseen erfrischen. Ebenso finden Angelfreunde vieleMöglichkeiten ihrem Hobby nachzugehen.

Prenzlau
Marienkirche, Dominikanerkloster mit Museum und Klosterfriedgarten, Stadtmauer mit Türmen, Toren und Wiekhäusern, Uckepromenade, Seebad, Tauchschule & Bootsvrleih, Kanu, Angeln, Ausflugsschifffahrt, Naturerlebnis Uckermark, Rolandfigur

Basedow
Backstenhäuser, Feldsteinkirche

Gollmitz
Wassermühle mit größtem Wasserrad Brandenburgs und Mühlenmuseum, Fischtreppe

Kröchlendorff
Schloss mit Lenné-Park, Schinkelsche Krypta

Boitzenburg
Schloss mit Lenné Park, Apollotempel, Erbbegräbnis derer von Arnim, Schlangentempel, Rote Kapelle, Marstall mit Schokoladenmanufaktur, Schaubäckerei, Kaffeerösterei, Klostermühle mit Mühlenmuseum, Naturtheater an der Klosterruine (Juli-September), Barockkirche

Buchenhain (1 km vom Weg entfernt)
Landhaus Buchenhain

Mellenau (3 km vom Weg entfernt)
Hochzeitskapelle

Parmen
Motocross-Strecke

Fürstenwerder
Stadtmauer, Findlingsgarten, Tore und Wiekhäuser, Heimatstuben, Badesee

Bülowssiege
Gutshof der Romantik

Wolfshagen
Kirche Königssäule, Denkmäler, Badestelle

Lemmersdorf, Güterberg, Lübbenow
Gutshaus

Trebenow
Großsteingrab

Wilsickow (6 km vom Weg entfernt), Nechlin, Tornow
Gutshaus

Brüssow
ehemaliges Rittergut, Stadtmauer, Kirche, Heimatstuben, Seebad

Eickstedt
Gutshaus

Lützlow
Gutshaus, Hünengrab mit Blick auf das Randowtal, Badesee mit breitem Strand und Liegewiese

Gramzow
Klosterruine, historischer Marktplatz mit Fachwerkhäusern, Eisenbahnmuseum, Modelleisenbahnausstellung, Heimatstube, Gutshaus, See

Blankenburg
Gutshaus, Badeee

Seehausen
Fachwerk- und Feldsteinhäuser, Fachwerkkirche, Anlegestelle Fahrgastschiff, Mittelpunkt der Uckermark

Potzlow
Rolandfigur, Badestelle

Strehlow
Gutshaus

Röpersdorf
Badestelle, Anlegestelle Fahrgastschiff

Hinweis: die km-Angaben beziehen sich auf die Entfernung vom Radweg aus!

Tourenplanung:
Kleiden Sie sich entsprechend der Jahreszeit. Sonnen- und Regenschutz sowie ein Fernglas und Fotoapparat sind zu empfehlen. Oft sind große Etappenlängen bis z Unterkünften oder Gastronomie zurückzulegen. Die Öffnungszeiten der gastronomischen Einrichtungen in den Orten sind oft unterschiedlich. Daher ist eine Planung vor Tourenbeginn angebracht. Wunderschöne Rastplätze laden zu kleinen Pausen ein und Informationstafeln geben Auskunft über die Geschichte der Gutsanlagen. Für Fahrradmitnahme in größerr Anzahl in Bus und Bahn, gibt es keine Garantie. Erkundigen Sie sich bitte hierzu beim (VBB) Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg Tel. (030) 25414141 oder beim Service VeloBus Tel. (03332)442755

Gastronomie:
Prenzlau, Boitzenburg, Fürstenwerder, Göritz, Carmzow, Brüssow, Walmow, Gramzow, Blankenburg, Seehausen, Potzlow, Zollchow, Röpersdorf

Tipps & Informationen:
tmu Tourismus Marketing Uckermark GmbH
Grabowstrass 6, 17291 Prenzlau
Tel. (03984) 835883
info@tourismus-uckermark.de

Übernachten: Prenzlau, Gollmitz, Kröchlendorff, Boitzenburg, Buchenhain, Fürstenwerder, Wilsickow, Brüssow, Seehausen, Röpersdorf  

Eine Zeitreise beginnt: Die Zeit der Schlossherren, der Guts- und Herrenhausbesitzer wird lebendig. Der aufmerksame Entdecker kann den einstigen Glanz ländlichen Lebens noch heute erahnen. Zwar lässt der nagende Zahn der Zeit einige der historischen Stätten nur noch als Reste einer längst vergangenen Epoche erleben, doch gerade von denen geht eine ganz besondere Faszination aus und beflügelt die eigene Fantasie, Geschichte und Geschichten lebendig werden zu lassen. Ausgangs- und Endpunkt der insgesamt 148 Kilometer langen Tour ist Prenzlau. Über die Neubrandenburger Straße verlässt man die uckermärkische Kreisstadt und passiert die kleinen Orte Klinkow, Güstow und Gollmitz (Wassermühle - größtes Wasserrad Brandenburgs). In Kröchlendorff (22 km) ist bereits das erste Etappenziel der Rundreise erreicht. Das Schloss Kröchlendorff ist von einem wunderschönen Park umgeben, einst entworfen von Peter Joseph Lenné. Das 1848 von Preußens erstem freischaffenden Architekten, Eduard Knoblauch, erbaute Schloss wurde aufwendig restauriert und wird seit 1996 als Bildungs- und Seminarzentrum genutzt. Der gut befahrbare Radweg durch das angrenzende Waldgebiet führt nach nur wenigen Kilometern ins geschichtsträchtige Boitzenburg (11 km) Der mehr als 700 Jahre alte Ort hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten touristischen Ausflugsziel entwickelt. Eine Führung im Mühlenmuseum oder im Schloss, dem einstigen Stammsitz der Familie von Arnim ist empfehlenswert. Das Schloss wurde im 16. Jh. im Renaissance-Stil umgestaltet und beherbergt heute ein Hotel. Auch die Besichtigung der imposanten Klosterruine des Zisterzienserklosters oder der Kirche St. Marien auf dem Berge oder vielleicht ein leckerer Imbiss bei der Uckermark Fisch GmbH sollten hier auf jeden Fall mit eingeplant werden. Nach diesem abwechslungsreichen Aufenthalt in Boitzenburg wird der Ort auf dem Radweg in Richtung Krewitz über den Rastplatz "Roter Ochse" verlassen. Über Weggun und Parmen radelt man nach Fürstenwerder (20 km). Dieser Abschnitt ist ein wahres Naturerlebnis! Die von der Eiszeit geformte Landschaft präsentiert sich mit sanften und welligen Anhöhen und Senken. Das natürliche Wechselspiel bunter Wiesen, des wild wachsenden Mohns und kornblumenblauer Äcker sind bestimmend für die Uckermark. In Fürstenwerder führt der Radweg vorbei an hübschen Häusern, einer liebevoll restaurierten Stadtmauer, gepflegten Gärten und Anlagen sowie den besonders sehenswerten Heimatstuben. Die Orte Bülowssiege, Hildebrandshagen, Wolfshagen, Lemmersdorf, Kleisthöhe, Güterberg, Lübbenow, Neumannshof, Trebenow, Nechlin, Nieden und Göritz gilt es auf dem nächsten Abschnitt der Radroute zu erkunden. Ein Zwischenstopp in Bülowssiege (3,0 km) verrät viel über dieses einstige Vorwerk des Hauptgutes Wolfshagen, heute eine denkmalgeschützte Anlage von besonderer kulturhistorischer Bedeutung aus der Zeit der Freiheitskriege (1813/15). Die Kirche, die Königssäule und weitere Denkmäler und Gebäude in Wolfshagen (5,0 km) und Umgebung wurden von Hermann Reichsgraf von Schwerin erbaut. Vorwiegend kleine Nebenstraßen, sandige Streckenabschnitte, gut ausgebaute Landstraßen, aber auch Kopfsteinpflaster prägen die Radroute bis nach Göritz. Einmal die Bundesstraße 109 überquert, geht die Fahrt weiter nach Tornow, Karlshof, Klockow, Carmzow, Hedwigshof bis nach Brüssow (18 km), der nördlichsten Stadt der Uckermark und des Landes Brandenburg. Das ehemalige Rittergut Brüssow mit malerisch angelegtem Park aus dem Jahr 1725 hatte für damalige Verhältnisse ein prächtiges Herrenhaus. Es wurde jedoch im 19. Jh. völlig überbaut und beherbergt heute ein renommiertes Bildhaueratelier.

Tipp: Der Campingplatz und die Badeanstalt am See, das Heimatmuseum in einer ehemaligen altlutherischen Kirche, die 4 Meter hohe Stadtmauer und die Stadtkirche sowie die Großsteingräber bei Hammelstall und Wollschow lohnen einen Besuch.

Die hügelige Grundmoränenlandschaft in diesem Teil der Uckermark ist durch ausgedehnte Felder, zahlreiche Seen und Wälder reich gegliedert und die Heimat vieler selten gewordener Tier- und Pflanzenarten. Der Radweg führt hier durch die Orte Frauenhagen, Trampe, Wallmow, Eickstedt und Lützlow (22 km). Ein kurzer Zwischenstopp empfiehlt sich hier am Hünengrab. Als Aussichtspunkt gibt dieser Ort einen herrlichen Blick auf das weit reichende Randowtal frei, bevor es weiter geht ins vier Kilometer entfernte Gramzow. Gramzow, 1178 das erste Mal urkundlich erwähnt, ist das älteste Dorf der Uckermark. Noch heute erinnern die restaurierten Fachwerkhäuser und der imposante Westflügel der Klosterruine an längst vergangene Zeiten. Eine willkommene Abwechslung, nicht nur für Technikinteressierte, ist die Besichtigungstour im Gramzower Museum für Klein- und Privatbahnen. Zwischenstationen auf dem Rückweg nach Prenzlau sind die kleinen Orte Koboltenhof, Heidehof und Blankenburg. Auf der Weiterreise nach Seehausen (14 km), zwischen dem Unter- und Oberuckersee gelegen, sind es besonders die alten Fachwerk- und Feldsteinhäuser, die die Blicke der Besucher auf sich ziehen; genau so, wie die kleine aber bemerkenswerte Holzkirche mit Kanzel und pittoreskem Altar.

Tipp: In Seehausen bietet es sich an, mit dem Fahrrad an Bord des Fahrgastschiffes zu gehen und so die etwa 10 Kilometer lange Wegstrecke bis nach Prenzlau auf erholsame Weise abzukürzen.

Wer lieber auf dem Radweg bleiben möchte oder gerade das Fahrgastschiff verpasst hat, fährt über die Orte Potzlow, Strehlow und Zollchow zurück nach Prenzlau (10 km).

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