Schlosspark-Rundweg (Boitzenburg)

Erstmals 1276 urkundlich erwähnt, entstand auf einer Insel im schwer zugänglichen Gelände um den See Tietzen eine kurfürstliche Wasserburg. 1528 von Hans von Arnim erworben, galt sie fortan als Stammsitz der Familie von Arnim. Nach deren Enteignung im Jahr 1946 erholten sich hier Angehörige der Nationalen Volksarmee. Nach einer aufwendigen Sanierung erstrahlt das "Märchenschloss" heute im neuen Glanz und es "residieren" nun Familien bzw. Kindergruppen in dem einstigen Adelssitz. Vom Schloss aus der Straße Richtung Templin folgend, beginnt der Rundweg hinter der Gemeindeverwaltung mit dem Aufstieg zum Erbbegräbnis der Familie von Arnim. Einen imposanten Blick auf das im Tal liegende Schloss bietet der Apollotempel, welcher über einen mit Kastanien und Buchen gesäumten Weg zu erreichen ist. Der Name der säulengetragenen Rotunde rührt von einer ehemals in ihr befindlichen Statue des antiken Gottes her. Beim weiteren Wandern durch den Park, werden Sie anschließend auf die Ruine des klassizistischen "Schlangentempels" von Carl Gotthard Langhans stoßen. Die ihn seit 1802 schmückende Mamorfigur einer trauernden Frau von Gottfried Schadow ist mittlerweile in der Friedrichswerderschen Kirche in Berlin zu bestaunen. Die von Martin Gropius entworfene neugotische "Rote Kapelle" läßt sich leider auch nur noch als Ruine am jenseitigen Ufer des Karpfenteiches erleben. Wenn Sie nun den Schlosspark verlassen, durchquert Ihr Wanderweg den aus Buchen, Eichen und Ulmen bestehenden alten Baumbestand des Carolinenhains. Besonders im Frühjahr zeigen Anemonen, Goldsterne, Lungenkraut, Leberblümchen und Waldmeister ihre zarte Pracht in Form eines artenreichen Blütenteppichs. Ein erfrischendes Bad im Schumellensee lädt Sie anschließend zum Verweilen ein. Reizvolle Aussichten in die offene Feldmark bietet der folgende Weg entlang der nördlichen Parkgrenze zurück Richtung Schloss.





